Ein Semester auf der anderen Seite der Welt.
12 Apr
Erstmal das beste: Ich habe jetzt Internet zu Hause.
Das klingt doch nicht schlecht, oder? Nunja. Aus Deutschland klingt das vielleicht recht selbstverständlich, aber es ist eigentlich ne nette Sache. Nur blöd, dass ich das jetzt mit ein paar Details kaputt machen muss, denn es ist: Pre-Paid Dial-Up. Wem das nichts sagt: Das bedeutet, dass ich wie bei einem Karten-Handy vorher ein Konto auflade und dann per Modem (jepp, mit lustigen Pieptönen) eine Verbindung mit unglaublichen 56kB/s aufbauen kann.
Das Problem ist einerseits, dass weder ich noch meine Mitbewohnerin einen Vertrag brauchen kann, weil wir hier in drei Monaten ausziehen. Außerdem würde ich selbst mit Vertrag etwa so viel bezahlen müssen, wie ich zu Hause für die 15MBit-Flatrate mit Telefon-Flat bezahle. – Nur um hier 512kBit mit einer 100MB-Grenze zu bekommen… Internet ist hier echt ein bisschen blöd. Vermutlich weil die auf ner großen Insel hocken und die Städte so weit auseinander sind. (Ist zumindest die Theorie von ein paar australischen Mitstudenten, die sich der Situation bewusst sind)
Übrigens wird mein Physik-Praktikum, was ich hier mache, in Aachen nicht anerkannt. Ist zu kurz, zu lahm und thematisch nicht ganz passend. Aber ich bin ja eh mehr für die Erfahrung, die Sprache und zum Cachen hier *gg*
Und noch übrigenser: Das Bafög-Amt hat sich endlich dazu entschieden, mir die Summe zu geben, die ich mir vorgestellt habe und ich muss scheinbar nichts mehr einreichen… Meine erste Hochrechnung ergibt damit, dass ich schuldenfrei bin, wenn ich zurück komme. Da ich aber noch ein wenig durch das Land reisen möchte, wird das nicht ganz hinhauen, aber unterm Strich wird es ganz OK aussehen.
Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Im Moment ist halt die Uni angesagt. Da könnte man zwar über die feinen Unterschiede reden, aber dazu könnt ihr mich auch auf ein Bier einladen, wenn ich wieder da bin. Also wundert euch nicht, dass es hier im Moment erstmal wenige neue Einträge gibt, ich habe halt einiges für die Uni zu tun und wenig Erzählenswertes. Wenn meine große Australien-Abschieds-Tour beginnt (nach einer Klausur irgendwann im Juni, deren Termin ich noch nicht kenne) gibts bestimmt wieder mehr Fotos und Geschichten…